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Maximilian Würz

Graduiertenkolleg 2806/1 - Literatur und Öffentlichkeit in differenten Gegenwartskulturen

Wissenschaftliche Mitarbeitende

Adresse

Universitätsstraße 40 91054 Erlangen

Maximilian Würz promoviert im Graduiertenkolleg 2806 Literatur und Öffentlichkeit in differenten Gegenwartskulturen seit Oktober 2025.

Kurzes Erzählen im 21. Jahrhundert – Entstehungsbedingungen und Aneignungspotenziale kurzer Erzählformen in der Gegenwart

Das Dissertationsprojekt macht es sich zur Aufgabe, die Entstehungsbedingungen und Aneignungspotenziale kurzer Erzählformen im 21. Jahrhundert quantitativ zu untersuchen. Hierfür wird zunächst das theoretische Verständnis dieser Formen ab 1945 fokussiert, die Verwendungen dieser Schreibweisen literaturhistorisch nachgezeichnet und gegenwärtigen Phänomenen in der Praxis nachgespürt. Aus diesen Betrachtungen von Theorie und Praxis werden Thesen zu den Entstehungsbedingungen und Aneignungspotenzialen kurzer Erzählformen deduktiv abgeleitet und zu empirisch überprüfbaren Hypothesen operationalisiert. Die anschließende empirische Hypothesenprüfung erfolgt auf Basis zweier Korpora. Das hierfür erstellte Datenkorpus versammelt Metadaten zu Büchern, Literaturzeitschriften, -wettbewerben und Social-Reading-Plattformen in deren Rahmen kurze Erzählformen im Beobachtungszeitraum (2008-2023) publiziert wurden. Dazu beinhaltet es Informationen zu den an der Entstehung bzw. Verbreitung beteiligten Personen und Körperschaften. Das Textkorpus umfasst 1.608 kurze Erzählformen, die in Artefakten publiziert wurden, welche im Datenkorpus enthalten sind. Die Auswahl der Texte erfolgte auf Basis verschiedener inhaltlicher und forschungsökonomischer Selektionskriterien. Je nach Passung werden die Hypothesen anhand statistischer Auswertungen des Datenkorpus oder statistisch-probabilistischer Auswertungen des Textkorpus (Topic Modeling) überprüft und die so erhaltenen Ergebnisse qualitativ eingeordnet sowie anhand ausgewählter Fallbeispiele vorgestellt.

Short Storytelling in the 21st Century: Conditions for the Emergence and General Potentials of Short Narrative Forms in the Present

The dissertation project aims to quantitatively examine the conditions under which short narrative forms in the 21st century arise, as well as their potential of utilization. For this purpose, the theoretical understanding of these forms since 1945 is focused on, the uses of these writing styles are traced through a literary-historical lens, and their manifestations in contemporary practice are explored. Based on these considerations of the theory and practice of short narrative forms, assumptions regarding their creation conditions and utilization potentials are deduced and operationalized into empirically testable hypotheses. The subsequent empirical testing of these hypotheses is carried out based on two corpora. The data corpus compiled for this purpose gathers metadata on books, literary journals, competitions, and social reading platforms within which short narrative forms were published during the observation period (2008-2023). It also includes information about the individuals and entities involved in their creation or dissemination. The text corpus comprises 1,608 short narrative forms published in artifacts included in the data corpus. The selection of texts was based on various content-related and research-economic selection criteria. Depending on suitability, the hypotheses are tested using statistical analyses of the data corpus or statistically-probabilistic analyses of the text corpus (topic modeling); the results obtained are qualitatively classified and presented using selected case examples.